Aus- und Ableitende Verfahren

Schröpftherapie

Diese Therapie entstand vor über 3000 Jahren. Heutzutage wird mittels Gläsern und einer Flamme ein Unterdruck auf der Haut erzeugt. Dadurch ergiebt sich ein starker Zug auf das entsprechende Gebiet. Ausserdem führt die Technik zu einer starken Mehrdurchblutung. Es kann über Reflexzonen gearbeitet werden oder die lokale Stelle therapiert werden.

Bei der Variante des blutig-Schröpfens, wird das Hautareal vorher eingeritzt und führt so zu einer direkten Entstauung des Areales.

 

Baunscheidttherapie

Obsolete Techniken, wie das frühere Geisseln mit Brennesselzweigen, lassen auf eine Wirkung des Histamin bei Rheumatikern schliessen. Bei der Baunscheidttherapie wird dieser Effekt auf modernere Weise abgehandelt. Mit einem spezifischen Gerät, wird die betroffene Hautstelle durchlässiger gemacht und danach wird das sogenannte Baunscheidtöl aufgetragen. Diese Mischung mit dem Brennnesselähnlichem Stoff in Kombination mit dem schmerzlindernden Nelkenöl stellt eine effektive Behandlung unter anderem bei Schmerzsymptomatiken dar.

 

Blutegeltherapie

Ein alter Helfer wird neu entdeckt.

Bereits die Babylonier wussten, dass Blutegel heilend wirken. Mitte des 19. Jahrhunderts war die Blutegelpopulation durch starken Verbrauch beinahe vom Aussterben bedroht. Erst in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts kamen die kleinen Sauger wieder en vogue. Heute werden Blutegel sogar bei neuen Operationsmethoden in der Mikrochirurgie eingesetzt, zum Beispiel bei venösen Stauungen in der Transplantationschirurgie als Staulöser. Blutegel helfen bei Angina pectoris, Apoplexie, Arthrose, Abszessen, Durchblutungsstörungen und Brustdrüsenentzündung, bei Depressionen, Furunkeln, Gallenblasenentzündungen, Gürtelrose, Schwindel, Hodenentzündungen, Hypertonie, Krampfadern, Mandelabszess, Nebenhöhlenentzündungen, Phlebitis, (Gelenk)Rheuma, Thrombosen, Tinnitus, Hörsturz und Hauterkrankungen.

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