Sonnenbrand

 

mit einfachen und natürlichen Mitteln behandeln

 

Druckempfindlichkeit, Brandschäden oder Blasenbildung – so tritt der Sonnenbrand je nach Stärke in Erscheinung. Versuchen Sie deshalb nur leichte Sonnenbrände im Alleingang mit natürlichen Mitteln zu behandeln. Leiden Sie unter Verbrennungen höheren Grades, Fieber oder sind Kinder betroffen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Besonders wichtig bei einem Sonnenbrand ist die anschliessende Kühlung der betroffenen Hautpartien. Dazu eignen sich neben Gels und Salben auch Umschläge und Wickel mit kühlen Tüchern. Sie sollten regelmässig wiederholt werden, um eine optimale Wirkung erzeugen zu können. Denn es ist wichtig, die gesamte Hitze aus der Haut zu ziehen und diese mit Feuchtigkeit zu versorgen. Hier ein paar Vorschläge, wie Sie Ihre Haut bei Sonnenbrand am besten pflegen.

 

Heilmittel zur Kühlung und Linderung

 

Aloe Vera Gel hilft bei Sonnenbrand: Aloe Vera ist ein wahrer Allrounder und eine der ältesten Heilpflanzen. Es lindert die Schmerzen, kühlt und beruhigt die angegriffene Haut und beschleunigt bei Sonnenbrand den Heilungsprozess. Dazu sollte das Gel mehrmals am Tag in einer dünnen Schicht auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen werden. Aloe Vera Gels finden Sie in Apotheken oder Drogerien.

 

Quark kühlt und spendet Feuchtigkeit (wichtig: auf keinen Fall bei offenen Wunden anwenden): Quark- oder Joghurtwickel kühlen die betroffenen Hautpartien und wirken zudem schmerzlindernd. Streichen Sie auf ein Leinentuch eine dicke Schicht gekühlten Quark oder Naturjoghurt und legen die bestrichene Seite zum Heilen auf die geröteten Stellen.

Kühlend und feuchtigkeitsspendend wirken auch Gurken- oder Kartoffelscheiben, die auf den Sonnenbrand aufgelegt werden können.

 

Zitronenwasser verschafft Linderung: Mit Zitronenwasser können Sie die betroffenen Bereiche waschen und beruhigen. Mischen Sie dazu den Saft aus drei Zitronen mit einem halben Liter Wasser.

Tipp: Auch ein Massageöl aus einigen Tropfen Zitronenöl und Nachtkerzenöl (beides in Drogerien oder Reformhäusern erhältlich) kann Linderung verschaffen. Massieren Sie dazu mehrmals am Tag ein paar Tropfen der Ölmischung ein.

 

Kamille, Schafgarbe und Ringelblume beruhigen den Sonnenbrand: Bereiten Sie einen Sud aus frischer oder getrockneter Kamille, Schafgarbe oder Ringelblume zu und tränken Sie ein Tuch darin. Legen Sie das Tuch anschliessend auf die betroffenen Partien auf. Die getrockneten Pflanzen erhalten Sie in der Apotheke als Teemischung.

 

Ebenso beruhigend wirken Umschläge mit schwarzem Tee.

Ein traditionelles Hausmittel ist Kopfsalat. Kochen Sie diesen etwa fünf Minuten und lassen Sie das Wasser abkühlen, bevor er auf die Haut aufgetragen wird.

Wichtig ist, dass Sie nach den Umschlägen eine duftstofffreie Feuchtigkeitslotion oder ein Aloeveragel auftragen, um die geschädigte Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Ausserdem sollten Sie darauf achten, dass sie ausreichend trinken, denn der Flüssigkeitsverlust durch einen Sonnenbrand ist hoch. Um das auszugleichen eignen sich besonders Mineralwasser, ungesüsste Tees oder verdünnte Säfte.

 

Sonnenbrand mit Ernährung vorbeugen

Ist der Sonnenbrand erst einmal da, ist die Vorbeugung für dieses Mal zu spät. Aber das nächste Sonnenbad kommt bestimmt! Wer seinen Körper mit ausreichend «Radikalenfängern», so genannten Antioxidantien, versorgt, der mindert das Risiko, dass freie Radikale die Hautzellen beschädigen und so den Sonnenbrand verursachen. So kann sich die Haut selbst besser vor Sonne schützen, aber einen Sonnenschutz braucht es dennoch!

Zu diesen «Radikalfängern» gehören unter anderem der rote und orange Pflanzenfarbstoff, der etwa in Paprika, Rüebli oder Tomaten steckt. Aber auch, wer zu Grapefruits oder Papayas greift, isst der Sonne entgegen. Nicht nur in farblich passendem Obst und Gemüse finden sich diese wichtigen Carotinoide, sondern auch in Spinat, Kohl, Wirsing oder Nüssler-Salat sind sie vorhanden.

 

Wie sie Sonnenbrand NICHT behandeln sollten

Handelt es sich bei Ihrem Sonnenbrand um eine offene Wunde und sind die Hautschichten abgepellt, sollten Sie auf die Behandlung mit Quark oder Joghurt verzichten. Denn in diesen Fall kann es durch die Bakterien in Quark oder Joghurt leicht zu einer Infektion kommen.

Zudem sollten Sie keine Eiswürfel oder stark gekühltes Wasser zur Behandlung verwenden. Der Sonnenbrand ist eine Brandwunde und daher kann eine zu starke oder zu lang anhaltende Kühlung die körpereigenen Abwehrkräfte verringern und somit die Regeneration hinauszögern. Am besten verwenden Sie etwa 15 bis 20 Grad warmes Wasser.

 

Homöopathie / Schüsslersalz

Vorbeugend: Hypericum D6, bei Neigung zu sonnenbedingten allergischen Reaktionen. 3Wochen vor den Ferien täglich 3x7Globuli

 

Belladonna D12

2 Tage ( max.10 Wiederholungen à 7 Globuli täglich) Bei einem stärkeren Sonnenbrand, der durch einen hochroten und verschwitzten Kopf sowie durch Kopfschmerzen gekennzeichnet ist, eignen sich Belladonna Globuli, um die Beschwerden zu lindern.

 

Cantharis D12

2 Tage ( max.10 Wiederholungen à 7 Globuli täglich) Bei einem starken Sonnenbrand, bei dem ein brennendes Gefühl auf der Haut entsteht und sich leichte Blasen bilden, helfen Cantharis Globuli.

 

Aconitum D12

1 Tag (max.10 Wiederholungen à 7 Globuli) Halbstündlich im ersten Stadium eines Sonnenstichs.

 

Ferrum phosphoricum D12 (Schüssler-Salze Nr.3) 2 Tage anwenden. 3 x täglich 2 Tabletten im Munde zergehen lassen. Bei leichtem Sonnenbrand.    

 

 

Ihre Naturärztin und Homöopathin

Ursula Eggimann

Grenchen 01.05.2014

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